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Oleg Stepanov, Stephanie Troyak in „Die sieben Todsünden“ © Foto Franziska Strauss

 

 

Pressemitteilung

Die Tänzerin Stephanie Troyak ist in der Kategorie „Darstellerin Tanz“ für ihre Rolle der Anna II in dem Tanzabend von Pina Bausch „Die sieben Todsünden“ nominiert. Pina Bausch selbst wurde 2009 postum für ihr Lebenswerk mit dem Theaterpreis "Der Faust" geehrt. 2008 erhielt der Tänzer Kenji Takagi den Deutschen Theaterpreis in der Kategorie „Herausragende darstellerische Leistung im Tanz“ für sein Solo in Pina Bauschs Stück „Bamboo Blues“.

Troyak, seit 2017 Ensemblemitglied des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, tanzte in den Pina Bausch Stücken „Das Frühlingsopfer“, „Nelken“, „Arien“, „Viktor“ und dem zweiteiligen Tanzabend „Die sieben Todsünden“ (Brecht/Weill), in dem sie die Rolle der Anna II von Josephine Ann Endicott (Urbesetzung 1976) übernahm, außerdem in der neuen Kreation des Norwegers Alan Lucien Øyen, die er 2018 als Gastchoreograf zusammen mit Tänzern des Tanztheater Wuppertal erarbeitete.


Stephanie Troyak
Ensemblemitglied Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Geboren 1994 in Ontario, begann Stephanie Troyak im Alter von drei Jahren zu tanzen. Sie studierte an der National Ballet School of Canada, bevor sie in Dallas Texas die Booker T. Washington High School for the Performing and Visual Arts absolvierte. Später schloss sie den Bachelor of Fine Arts an der NYU Tisch School of the Arts ab. Während ihrer Zeit in New York arbeitete sie zusammen mit Galim Dance unter der Leitung von Andrea Miller.

Im August 2015 trat sie der Batsheva Dance Company in Israel bei. Sie performte und kreierte mit Ohad Naharin, Sharon Eyal und Danielle Agami und wurde zur zertifizierten Gaga-Lehrerin ausgebildet. Als Schauspielerin arbeitet sie für die Netflix Original TV Serie “Greenhouse Academy“.

2012, wurde die Tänzerin für ihre Choreografie als YoungArts Finalistin und später als Semifinalistin  mit dem „U.S. Presidential Scholar in the Arts“ ausgezeichnet und 2014 für das Young Choreographer’s Festival in New York ausgewählt. Sie kreierte eine Solo-Arbeit für die Batsheva Ensemble Dancers Create Platform.

Seit Januar 2017 ist Stephanie Troyak festes Ensemblemitglied des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, mit dem sie bis heute performt und weltweit tourt. Sie tanzte in „Das Frühlingsopfer“, „Nelken“, „Arien“, „Viktor“ und dem zweiteiligen Tanzabend „Die sieben Todsünden“ (Brecht/Weill), in dem sie die Rolle der Anna II von Josephine Ann Endicottt (Urbesetzung 1976) übernahm, außerdem in der neuen Kreation des Norwegers Alan Lucien Øyen, die er 2018 als Gastchoreograf zusammen mit Tänzern des Tanztheater Wuppertal erarbeitete.

2018 wurde Troyak beauftragt, ein neues Stück für das „Wanderlust Dance Project“ zu erarbeiten, das August 2018 im Marshall Family Performing Arts Center in Texas Premiere hatte.

Neben ihrer Tätigkeit als Tänzerin und Choreografin gibt Stephanie Troyak weltweit Workshops ua. Gaga/people  und Masterclasses für Laien, Ensembles Universitäten und Studios. 

 

 

Regensburg/Köln, 19. September 2018

Wolfram Koch und Yael Ronen unter den Nominierten // Genija Rykova moderiert // Aribert Reimann erhält Preis für das Lebenswerk

Im Theater Regensburg findet am Abend des 03. November 2018 die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST statt. Die feierliche Gala ist damit zum zweiten Mal im Freistaat Bay- ern zu Gast. Bei der Veranstaltung werden herausragende künstlerische Leistungen in acht Kate- gorien geehrt sowie ein Preis für das Lebenswerk verliehen.

Durch den Abend führt in diesem Jahr Genija Rykova. Rykova wurde im sibirischen Irkutsk gebo- ren und hat an der Bayerischen Theaterakademie August Everding Schauspiel und Gesang stu- diert. Neben ihrem Engagement am Münchner Residenztheater ist sie Frontfrau der russischen Jazzband "Die Klischewetzkis".


Die Nominierten 2018 sind:

Regie Schauspiel
Thorleifur Örn Arnarsson, „Die Edda“, Staatsschauspiel Hannover
Jo Fabian, „Onkel Wanja“, Staatstheater Cottbus

Yael Ronen, „Roma Armee“, Maxim Gorki Theater Berlin

Darstellerin/Darsteller Schauspiel
Katja Bürkle, Franz Moor in „Die Räuber“, Bayerisches Staatsschauspiel München

Wolfram Koch, Richard Herzog von Gloucester, König Richard III in „Richard III“, Schauspiel Frankfurt
Barbara Nüsse, Prospero in „Der Sturm“, Thalia Theater Hamburg

Regie Musiktheater
Martin G. Berger, „Faust (Margarete)“, Theater und Orchester Heidelberg
Stefan Herheim, „Wozzeck“, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg
Tobias Kratzer, „Götterdämmerung“, Badisches Staatstheater Karlsruhe

Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller Musiktheater
Amira Elmadfa, Clorinde in „Rivale“, Staatsoper Berlin,
Eine Produktion der Staatsoper Unter den Linden unter Beteiligung des Staatstheaters Braunschweig
Dshamilja Kaiser, Penthesilea in „Penthesilea“, Theater Bonn

Matthias Klink, Gustav von Aschenbach in „Tod in Venedig“, Oper Stuttgart/Stuttgarter Ballett

Choreografie
Sidi Larbi Cherkaoui, „Satyagraha“, Komische Oper Berlin
Sharon Eyal, „Soul Chain”, Staatstheater Mainz

Sasha Waltz, „Kreatur“, Radialsystem Berlin

Darstellerin/Darsteller Tanz
Adhonay Soares da Silva in „Dances at a Gathering“ und in „Initialen R.B.M.E.“ im Rahmen des Zwei- teilers „Begegnungen“, Stuttgarter Ballett
Ramon A. John, Wanderer in „Eine Winterreise“, Hessisches Staatsballett (Hessisches Staatstheater Wiesbaden/ Staatstheater Darmstadt)
Stephanie Troyak, Anna in „Die sieben Todsünden“, Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Regie Kinder- und Jugendtheater
Anselm Dalferth, „Wie klingt Nimmerland?“, Junges Theater Münster

Anna Konjetzky, „Running“, Theater Heilbronn

Martina van Boxen, „Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“, Junges Schauspielhaus Bochum

Bühne/Kostüm
Alexandre Corazzola, Bühne/Kostüm „Frühlings Erwachen“, Schauburg München Jana Findeklee / Joki Tewes, Kostüme „Wilhelm Tell“, Schauspiel Köln, 
Eine Koproduktion mit dem Theater Basel

Jo Schramm, Bühne „Medea“, Staatsschauspiel Hannover

Über die Preisträger*innen entscheidet erstmalig eine fünfköpfige Jury, die von der Deutschen Akade- mie der Darstellenden Künste benannt wurde.

Die Jury setzt sich aus folgenden Akademiemitgliedern zusammen:
Jürgen Flügge (Regisseur, Generalintendant a.D., Dozent für Theatertheorie an der Theaterakademie Mannheim, Leiter Hof-Theater-Tromm);
Prof. Regina Guhl (Professorin für Schauspiel und Dramaturgie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover);
Peter Michalzik (Autor und Journalist);
Barbara Mundel (Dramaturgin und Regisseurin);
Sylvana Seddig (Tänzerin und Schauspielerin).

Die Gewinner*innen in den einzelnen Kategorien werden am Verleihungsabend verkündet.

Aribert Reimann, geboren am 04. März 1936 in Berlin, hat ein zahlreiche Gattungen und Formen um- fassendes Œuvre vorgelegt. Am Anfang seiner Karriere als Bühnen-Komponist stand die Zusammen- arbeit mit Günter Grass. Mit „Ein Traumspiel“ nach August Strindberg begann 1965 seine Arbeit als Opernkomponist. In den folgenden Jahrzehnten tat er sich als Komponist wichtiger Literaturopern her- vor: u.a. „Melusine“ (1971 Schwetzinger Festspiele), „Lear“ nach William Shakespeare (1978 Mün- chen), „Die Gespenstersonate“ wieder nach August Strindberg (1983 Berlin), „Troades“ nach Euripides in der Fassung von Franz Werfel (1986 München). Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland. 2011 wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk zugesprochen. Zuletzt wurde an der Deutschen Oper Berlin im Oktober 2017 seine Trilogie lyrique nach Maurice Maeterlinck „L’Invisible“ uraufgeführt.

Der Deutsche Theaterpreis DER FAUST 2018 wird veranstaltet und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stadt Regensburg, die Kulturstiftung der Länder, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Bühnenverein. Weiterer Kooperati- onspartner ist 2018 der Deutsche Bühnenverein Landesverband Bayern.

Veranstaltungspartner 2018 ist das Theater Regensburg, Medienpartner sind 3sat, Deutschlandfunk Kultur und Die Deutsche Bühne.

 


eingestellt am: 19.09.2018