Online-Redaktion Read-me-Net




Nichts ist wirklich Hit-verdächtig. Es sind keine Chartbreaker in Sicht, beim größten Liederwettstreit der Welt in Deutschland in Düsseldorf . Kaum eine Handvoll Songs sind hörbar und gerne wieder hörbar.

Der Rest ist schon mal da gewesen, schon zig mal gehört und vorgetragen worden. So und etwas anders, aber wirklich neue Töne und experimentelle Töne gibt es selten. Doch es gibt den einen oder anderen Song, z. B. den deutschen Beitrag den Lena Meyer-Landruth zu Gehör bringen wird. Ja, diese Lena, die voriges Jahr den Eurovision Song Contest in Oslo in Norwegen, gewann und endlich nach 28 Jahren wieder nach Deutschland holte. Was haben die Deutschen nicht alles angestellt um endlich mal wieder einen Sieg zu erringen? Einige Lieder von unserem Vielkomponierer Ralph Siegel schafften es sogar in die Top Ten des Contest? Es gab einige gute Plätze, auch die unliebsamen zweiten und dritten Plätze, aber es gab sie. Mit der Gruppe Wind, Surprize und Mekado. Und doch blieben so viele Songs auf der Strecke und belegten oftmals schlechte bis letzte Plätze.

Mit Lena änderte es sich und schwupps gibt es in diesem Jahr sogar eine Titelverteidigung. Lena tritt nochmals an und dieses Mal mit einem sehr merkwürdigen und unheimlichen Song, der da heißt TAKEN BY A STRANGER. Na bitte, da haben wir doch einen würdigen Nachfolgesong von SATELLITE dem Überfliegerlied der europäischen Charts des letzten Jahres. In 14 Ländern stand wochenlang unsere Lena mit dem Satellitenlied an der Spitze. Europa liebte Lena und nun noch einmal Lena?

Und wir sagen: Ja, sie könnte es wieder schaffen, wenn Europa richtig hinhört und auf dieses unheimliche Lied mit den geheimnisvollen Tönen lauscht. Es gibt noch 4 wirkliche Favoriten, zum einen ist das Norwegen mit einem so fröhlichen Lied, übrigens eines von insgesamt nur drei fröhlichen Spass-mach-Liedern, die wirklich von Anfang bis Ende einfach nur Spass machen und einladen zum mitsingen und mittanzen: HABA HABA heißt der norwegische Beitrag einer farbigen Schönheit. Die anderen fröhlichen Lieder stammen aus Spanien und Portugal.

Ein weiterer Favorit stammt aus ESTLAND, welches vier Mal im gleichen Lied die Gangart wechselt und rythmisch hämmert und wummert das man kaum still sitzen kann. Auch noch interessant Ungarn, fast eine ESC-Hymne und - ja, wie im letzten Jahr auch ein Favorit: Aserbaidschan. Die haben es aber wirklich drauf und komponieren Lieder die im Ohr bleiben und nicht langweilig werden, auch wenn man diese mal wieder hört.

Der Rest ist nettes Liedgut zum weghören oder ist als Hintergrundmusik noch gut zu gebrauchen. Um ehrlich zu sein: Es gibt auch Kaufhausmusik - soll heißen: Belangloses zum Weghören. Die Lieder stören zwar nicht großartig, geben aber auch einem nichts.

Es gibt nicht viel Neues dieses Jahr. Vom Contest 2010 in Norwegen schnellten die Beiträge aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Aserbaidschan und Dänemark in die Charts. Und selbst der Pausenact schaffte wochenlanges Mitsinggefühl und stand in sämtlichen Hitparaden ganz oben: MADNESS mit GLOW, dem Flashmob-Song, dem gute-Laune-Lied. Ob das in diesem Jahr unser Pausenfüller Herr Jan Delay schaffen wird?

Im Jahr 2011 wird es beschaulicher als in Norwegen zugehen und man kann nur hoffen, dass sich wieder die guten Lieder durchsetzen. Mein Tipp: 1) Deutschland / 2) Estland / 3) Ungarn / 4) Norwegen / 5) Aserbaidschan / 6) Schweden / 7) Dänemark / 8) Frankreich / 9) Weißrussland / 10) Großbritannien

Ob es eintreffen mag? Wir werden es sehen: Am 14.05.2011 um 21.00 Uhr beim großen Finale des Eurovision Song Contest 2011 in der Esprit-Halle in Düsseldorf.

Infos allgemein und Videos sämtlicher Teilnhemerländer unter:
http://www.eurovision.tv/page/dusseldorf-2011


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eingestellt am: 29.04.2011